Jahresbericht 2021

 

Wir schreiben das zweite Jahr in der Geschichte der Coronapandemie. Erstmals konnte keine öffentliche Hauptversammlung stattfinden. Ende Februar waren wieder sämtliche Restaurants im Lockdown. Nachdem ein Verschiebedatum im Mai geplant war, musste auch dieses Datum wieder abgesagt werden und man hat sich erstmals für eine schriftliche Hauptversammlung entschieden. Es haben sich 53 von 139 Mitgliedern Zeit genommen und den Talon ausgefüllt, um ihr Stimm- und Wahlrecht so wahrzunehmen.  

Im Verlauf vom Vereinsjahr mussten wir von vier Mitgliedern für immer Abschied nehmen. Wir gedenken an Gertrud Zbinden, Hanni Schweizer, Anni Trachsel und Ruth Trachsel.

 

Auf einem vereinfachten Jahresprogramm waren sieben Aktivitäten geplant, davon mussten jedoch drei kurzfristig abgesagt werden.

 

Nach dem fünfmonatigen Lockdown hatte sich die ungewisse Lage etwas beruhigt und ab Ende Mai konnte man endlich wieder einige Freiheiten geniessen. So waren die Frauen vom Café Treff wieder im Element und freuten sich, wenn zu Beginn auch etwas zaghaft, ihre Stammgäste und die Bevölkerung mit einem feinen Angebot zu bewirten. Sie bauten auf die Wintermonate ihr Angebot aus. Einmal pro Monat wurden rund 30 Gäste mit hausgemachter Suppe bewirtet, wobei die beliebte Erbssuppe nicht fehlen durfte. Auch die offenen Sonntage mit Café und Kuchen sind gut besucht und die Verkäufe der verschiedenen Geschenkartikel helfen ebenfalls mit die Einnahmenverluste zu vermindern.

Trotz der Schliessung von fünf Monaten haben Ruth und ihr Team die Situation eindrücklich gemeistert - vielen Dank für eure wertvolle Arbeit!

Kurt Mosimann hat im August die vorgegebenen Module erfolgreich abgeschlossen und das Wirte-Patent erlangt. Herzliche Gratulation! Kurt führt eine saubere Buchhaltung, ist für die Warenbeschaffung mitverantwortlich und unterstützt seine Frau Ruth sowie die fleissigen Mitarbeiterinnen, Elisabeth Trachsel, Brigitte Mischler, Annemarie Gilgen und Cornelia Sterchi tatkräftig, wenn «Mann an Not ist».

Wie bereits im Vorjahr erwähnt, konnte mit der Landi eine Vertragsverlängerung von 3 Jahren ausgehandelt werden. Zudem hat sich die Landi grosszügig gezeigt und die Miete während der zweiten Schliessung erlassen.

 

Am 19. August konnte die traditionelle Seniorenreise durchgeführt werden. Erstmals waren auch die Senioren*innen aus Kirchenthurnen eingeladen. 49 Frauen und Männer reisten bei schönem Sommerwetter, in zwei Cars verteilt, nach Twann am Bielersee. Sie genossen im Restaurant Bären ein feines Mittagessen. Auch wenn etwas Geduld gefragt war, bis alle ihr vorbestelltes Essen serviert und schlussendlich bezahlt hatten, ist deutlich spürbar, dass der Kontakt und Austausch untereinander sehr geschätzt wird.

 

Kurz nach den Sommerferien verschärfte sich die leidige Pandemielage wieder und der Vorstand hat beschlossen auf einen gemütlichen Lottospielabend im Adlersaal vom 17. September zu verzichten. Ebenfalls das geplante Vorstandsessen im Kiental fiel aus.

Margrith Walter musste ihren Nähkurs wegen zu geringer Nachfrage ebenfalls stornieren.

 

Aber einem Märitstand im Freien mit feinen Backwaren und den nötigen Hygienemassnahmen sollte nichts im Wege stehen. Und tatsächlich, die Kauflust war gross auf dem Dorfplatz am 30. Oktober. Unsere Frauen hätten noch viel mehr Gebäck verkaufen können, aber um 11.00 Uhr war alles weg – ausverkauft!

Es kam beträchtlicher Reingewinn von CHF 810.00 zusammen! Der Betrag ist an den Café-Treff gespendet worden, um zum gegebenen Zeitpunkt in neues Mobiliar zu investieren.

 

Es folgt die kühlere Jahreszeit und die geplante Vereinsreise am 26. November nach Montreux an den legendären Weihnachtsmarkt ist angekündet. Den Organisatoren war es bewusst, dass es pandemiebedingt zu Absagen kommen könnte. Was sich auch bestätigte, aber ein Car von Engeloch chauffierte die 21 reiselustigen Frauen maskiert an den Genfersee. Die erste feine Schneepracht brachte die passende Vorweihnachtsstimmung auf. Man startete kurz vor dem Mittag und liess sich in der Chemi-Hütta in St. Silvester mit einem feinen Mittagessen verwöhnen. Vom Chef wurde man herzlich begrüsst und auch auf dem Menükärtli wurden wir namentlich erwähnt – wenn auch nicht ganz korrekt, aber sportlich mit Frauenturnverein Mühlethurnen-Lohnstorf. So konnte man schon mal richtig Lachen. Am späteren Nachmittag ist man in Montreux eingetroffen, wo sich alle individuell am Märit oder auch in der Stadt mit lädälä, flanieren, Glühwein und Punsch verweilen konnten. Eine besondere Sehenswürdigkeit war doch auch ein «echter» Samichlous mit Gitarre, der stündlich in der Kutsche über den See schwebte.

 

Im Dorf kam ebenfalls bald Weihnachtsstimmung auf. Es erleuchteten im Dezember nebst den Sternen wieder Adventsfenster. Und sogar erstmals an jedem Abend bis zum 24. Dezember.

Den Adventshöck, welcher für den 14. Dezember geplant war, haben wir aus Sicherheitsgründen wiederum abgesagt und hoffen, dies nun im kommenden Dezember anbieten zu können.

 

Die leichten Wanderungen geleitet von Marcel Forter konnten plangemäss durchgeführt werden. Nach mehr als 10 Jahren als Organisator möchte er die Verantwortung weitergeben. Wir danken Marcel für sein grosses Engagement in all den Jahren und freuen uns, dass das Angebot weitergeführt wird von seinem Nachfolger Christian Inniger.

 

Der freiwillige Fahrdienst hatte im vergangenen Jahr wieder Aufschwung erlebt. Die Männer und Frauen haben 265 Stunden freiwillige Arbeit geleistet. 4110 Kilometer wurden in 238 Fahrten zurückgelegt. Diese Zahlen haben sich gegenüber dem Vorjahr mehr als verdoppelt.

Sandra Schärer hat für ihr Amt als Einsatzleiterin, welches sie sich mit Beatrice Portner teilt, ebenfalls nach Ersatz geschaut. Wir sind dankbar, dass sich Claudia Rufer zur Verfügung gestellt hat. Herzlichen Dank für euren Einsatz. Neu kann auch Kirchenthurnen von diesem Angebot profitieren. Der Frauenverein Rümligen-Kirchenthurnen, der noch selbständig einen freiwilligen Fahrdienst anbot, hat sich per Ende Jahr aufgelöst.

 

Am 12. Januar 2022 hat der Vorstand sich über Zoom ausgetauscht und beschlossen aus den bekannten Gründen auch die diesjährige HV schriftlich abzuhalten.

Wir danken für eure Treue. Ein grosser Dank geht an die geschätzten BäckerInnen, die den Verein regelmässig unterstützten.

 

«Mitenang und nume zäme geits» – dieses Motto soll uns weiterhin begleiten. Es steht auch als Zeichen um diese Pandemiegeschichte zu überwinden und zurückzufinden in einen sorgenfreieren Alltag, ohne das alles auf die goldene Waage gelegt werden muss.

Wir hoffen, dass wir das im Dezember verschickte Jahresprogramm plangemäss durchführen können und wünschen euch ein glückliches Jahr mit vielen interessanten Begegnungen und guter Gesundheit.

 

 

Mühlethurnen im Januar 2022

 

 

Die Präsidentin Marianne Brönnimann